Uber den Künstler
Bertus (Bart oder Bert) Jonkers (1920–2001) war ein unverwechselbarer und vielseitiger Künstler aus Utrecht, der als Maler, Zeichner, Radierer, Bildhauer, Assemblage-Künstler, Dichter und Schöpfer von Rauminstallationen tätig war. Obwohl er oft der Outsider Art zugeordnet wird, besuchte er Kurse an der Kunstakademie Artibus in Utrecht und entwickelte einen ganz eigenen künstlerischen Stil.
Jonkers wuchs in Utrecht auf und arbeitete zunächst als Hausmaler. Nach dem Zweiten Weltkrieg entschied er sich endgültig für ein Leben als Künstler. Seine frühen Werke umfassten Landschaften, Stillleben und Porträts, doch allmählich verlagerte sich sein Interesse hin zu Abstraktion, Reliefs, Objektkunst und Assemblagen. Dabei schöpfte er Inspiration aus Spiritualität, Philosophie und seiner ständigen Suche nach einer idealen, harmonischen Welt.
Ab den 1960er und 1970er Jahren wurde er für seine fantasievollen Architekturkonstruktionen, Miniaturstädte und monumentalen Installationen bekannt. Sein ambitioniertestes Projekt war die „Stadt der Kapitulation“, eine stetig wachsende Sammlung selbstgebauter Türme, Tempel, Pyramiden und Stadtfragmente, mit denen er eine persönliche Utopie erschuf. Dieses einzigartige Werk machte ihn zu einer der bedeutendsten Figuren der niederländischen Outsider Art.
Neben seinen Rauminstallationen schuf Jonkers Gemälde, Zeichnungen, Radierungen, Künstlerbücher und Gedichte. Sein Werk zeichnet sich durch Fantasie, Spiritualität, handwerkliches Können und einen unerschöpflichen Drang zur Erschaffung neuer Welten aus. Heute gilt er als einer der eigenwilligsten und faszinierendsten niederländischen Künstler des 20. Jahrhunderts.















































