Uber den Künstler
Saskia Boelsums wurde 1960 in den Niederlanden geboren, wuchs aber im Iran und auf Curaçao auf. In diesen frühen Jahren außerhalb ihres Heimatlandes lernte sie vielfältige Landschaften, Farben und Kulturen kennen, die später ihre künstlerische Vision prägten. Zurück in den Niederlanden studierte sie Grafikdesign und Mixed Media an der Academie Minerva in Groningen.
Anfangs arbeitete Boelsums als bildende Künstlerin im weiteren Sinne, entdeckte aber allmählich die Kamera als ihr Instrument für malerische Arbeiten. Ihre Landschaftsfotografien besitzen die Intensität und Dramatik klassischer niederländischer Malerei: Wolkenhimmel erinnern an Constable und Ruysdael, Lichtstimmungen an Rembrandt. Dennoch bleibt ihre Handschrift unverkennbar zeitgenössisch – sie nutzt digitale Techniken nicht zur Manipulation, sondern um den Reichtum und die Monumentalität der Landschaft für sich sprechen zu lassen.
Das Besondere an ihren Arbeiten ist ihre Auseinandersetzung mit der niederländischen Landschaft als Bühne, auf der sich Natur und Jahreszeiten in ständigem Wandel befinden. Jede ihrer Fotografien gleicht einem Gemälde, in dem Himmel, Land und Licht einander herausfordern. Deshalb wird sie oft als Malerin beschrieben, die die Kamera als Pinsel benutzt.
In den letzten Jahren hat Boelsums internationale Anerkennung erhalten. Ihre Arbeiten wurden in Galerien und Museen weltweit – von Amsterdam bis London, New York und Moskau – ausgestellt und mehrfach ausgezeichnet. Dennoch bleibt sie dem Lehm Groningens verbunden, sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne. Die offene Landschaft dient ihr als ihr wichtigstes Atelier, wo sie manchmal stundenlang wartet, bis die Wolken oder das Licht genau die Dramatik erzeugen, die sie sucht.
Saskia Boelsums ist als Künstlerin bekannt, die der jahrhundertealten niederländischen Tradition der Landschaftskunst neues Leben einhaucht. Sie versetzt den Betrachter nicht nur in die Landschaft, sondern auch in einen jahrhundertealten Dialog zwischen Natur, Mensch und Kunst. Ihr Werk balanciert zwischen Wiedererkennen und Überraschung: Vertraute Landschaften, die sich in ihren Händen in mythische Welten verwandeln.

















































