Uber den Künstler
Yigal Ozeri (1958, Israel) ist ein zeitgenössischer Maler, dessen Werk den Fotorealismus neu definiert hat, indem es ihn mit Romantik und poetischer Intimität erfüllt. Seit seiner Hinwendung zum Realismus Anfang der 2000er Jahre hat Ozeri einen unverwechselbaren Weg eingeschlagen, der sich von der kalten Präzision des traditionellen Fotorealismus abhebt. Seine Motive – fast ausschließlich Frauen – sind in stiller Verbundenheit mit der Natur eingefangen: beim Wandern durch Wiesen, gedankenverloren zwischen Bäumen oder in gesprenkeltes Licht getaucht. Diese Momente, hyperrealistisch in der Ausführung, scheinen zeitlos.
Ozeris künstlerische Sensibilität ist stark von der Präraffaeliten-Bruderschaft der 1850er Jahre inspiriert und spiegelt deren idealisierte Vision weiblicher Schönheit und der emotionalen Resonanz der Natur wider. Doch während die Präraffaeliten gegen die akademische Kunst rebellierten, verbindet Ozeri mit akribischer Technik klassische Romantik mit zeitgenössischem Realismus.
Ozeri arbeitet ausschließlich mit Öl und ist der einzige bekannte Fotorealist, der großformatige Ölgemälde auf Papier schuf – ein unkonventionelles Medium, das seinen Werken Fragilität und Unmittelbarkeit verleiht. Seine Gemälde sind sowohl technisch beeindruckend als auch emotional anregend und bewegen sich oft zwischen Fotografie und Traumhaftigkeit.
Ozeris Werke haben internationale Anerkennung gefunden und sind in den ständigen Sammlungen von Institutionen wie dem Museum of Modern Art in Israel, dem Museum of Contemporary Art San Diego und dem Whitney Museum of American Art vertreten. Neben der Technik ist es die Atmosphäre – zart, eindringlich und intim –, die sein Werk in der Landschaft der zeitgenössischen Malerei auszeichnet.
















































