Boogschutter 1935
Paul Grégoire
BronzeMetall
19 ⨯ 13 ⨯ 4 cm
€ 1.000 - 5.000
Kunsthandel Pygmalion
- Über KunstwerkPaul Grégoire (Amsterdam 1915-1988 Amsterdam)
19 x 13 x 4 cm
Brons, Oeuvrecat. BAZ, cat. 161, p. 131 - Über Künstler
Paul Grégoire (1915–1988) war ein niederländischer Bildhauer und Zeichner, der für seine präzise Handwerkskunst, seinen monumentalen Sinn für Formen und seine zurückhaltenden, oft symbolischen Themen bekannt war. Geboren in Amsterdam, wuchs er in einer Zeit auf, als sich die Kunstwelt langsam vom Ersten Weltkrieg erholte und neue Bewegungen wie die Moderne und der Expressionismus an Boden gewannen. Grégoire absolvierte seine Ausbildung an der Rijksakademie van Beeldende Kunsten (Staatliche Akademie der Schönen Künste), wo er sich unter dem Einfluss klassischer Bildhauertechniken und einem Schwerpunkt auf anatomischem Wissen entwickelte.
Seine frühen Arbeiten zeigten eine starke Verbindung zu realistischen und figurativen Traditionen, doch im Laufe seiner Karriere entwickelte sich sein Stil hin zu stilisierteren und strengeren Formen. Grégoire arbeitete intensiv mit Stein, Bronze und Holz und wählte dabei häufig Motive aus der menschlichen Figur, religiösen Bildern und Allegorien. Neben seiner freiberuflichen Arbeit führte er verschiedene Aufträge für den öffentlichen Raum aus, darunter Fassadenskulpturen, Denkmäler und Reliefs, oft in Zusammenarbeit mit Architekten.
Ein prägendes Merkmal seines Werks ist die Balance zwischen Kraft und Einfachheit: Es gelang ihm, schwere Materialien in fließende Formen zu bringen, ohne deren Monumentalität zu verlieren. Seine Werke strahlen Ruhe und zugleich eine gewisse Feierlichkeit aus und fügen sich daher nahtlos sowohl in intime Innenräume als auch in repräsentative öffentliche Räume ein.
Im Laufe seiner Karriere erhielt Grégoire zahlreiche Aufträge von Gemeinden, Kirchen und Institutionen. Er war Mitglied in Künstlervereinigungen wie dem Niederländischen Bildhauerkreis und beteiligte sich aktiv an der Debatte über die Rolle der Skulptur in der Wiederaufbauphase nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Kunst findet sich heute in Museumssammlungen und unzähligen Stadtansichten in den Niederlanden.
Paul Grégoire starb 1988, hinterließ jedoch ein Erbe, das von handwerklichem Können, Hingabe und dem Wunsch zeugt, Skulpturen in der Stille sprechen zu lassen. Sein Werk ist bis heute ein Beispiel dafür, wie sich traditionelle Techniken und moderne Einfachheit gegenseitig verstärken können.
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