Uber den Künstler
Willem „Wilm“ Steelink jr. (Amsterdam, 1856 – Voorburg, 1928) war ein niederländischer Maler, Zeichner und Radierer, der als bedeutender Vertreter der zweiten Generation der Haager Schule in die Kunstgeschichte eingegangen ist. Sein Werk, stark in der niederländischen Landschaft und dem bäuerlichen Leben verwurzelt, zeichnet sich durch einen romantisch-realistischen Ansatz mit besonderem Augenmerk auf Atmosphäre, Licht und Ruhe aus.
Steelink jr. war der Sohn des Malers Willem Steelink sr., von dem er seinen ersten Malunterricht erhielt. Später absolvierte er eine formale Ausbildung an der Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam und der Kunstakademie in Antwerpen. Schon früh entwickelte er eine Vorliebe für die Darstellung ländlicher Szenen: Schafe in weiten Heidelandschaften, bäuerliche Innenräume und einfache Dorfszenen. Er arbeitete viel in der Gegend um Laren, wo er Teil der Larener Schule war, einer Künstlerkolonie, die sich auf das einfache Landleben konzentrierte.
Seine Gemälde zeichnen sich durch sanfte Farbgebung, stimmungsvolle Lichtführung und einen verträumten Touch aus. Schafe, oft in Herden auf freier Weide, bildeten ein wiederkehrendes Motiv in seinem Werk – so sehr, dass er als „Schafmaler“ bekannt wurde. Gleichzeitig war er auch ein begabter Grafiker, dessen Radierungen und Lithografien für ihre technische Raffinesse geschätzt wurden.
Wilm Steelink Jr. genoss zu Lebzeiten sowohl in den Niederlanden als auch international große Anerkennung. Seine Werke wurden in Paris, London, Berlin und Chicago ausgestellt und sind heute in Museumssammlungen wie dem Singer Museum in Laren und dem Rijksmuseum vertreten.
Als Künstler schuf er eine harmonische Synthese aus Technik und Gefühl, und sein Werk ist eine zarte Ode an das ländliche Leben, wie es Ende des 19. Jahrhunderts erlebt wurde. Sein Werk zählt zu den beliebtesten Werken der niederländischen romantischen Landschaftsmalerei.





































