Flowers in vase 1930 - 1960
Gerard Victor Alphons Röling
ÖlfarbeFarbe
31 ⨯ 26 cm
ConditionMint
€ 4.500
Art Dumay
- Über KunstwerkThis oil painting on canvas was created by Gerard Victor Alphons (Gé) Röling ('s-Hertogenbosch, 16 August 1904 – Terwolde, 11 May 1981), a Dutch painter and graphic artist associated with the New Objectivity movement. The work depicts a colorful bouquet of flowers in a glass vase and is a beautiful example of Röling’s characteristic still lifes, in which color, composition, and the rendering of materials play a central role. Within the New Objectivity movement, the precise depiction of materials and textures was of great importance, which is clearly evident in this painting.
Röling studied under, among others, Hendrik Jan Wolter and Johannes Hendricus Jurres. In 1932, he won the prestigious Thérèse van Duyl-Schwartze Prize with a portrait of his wife, the painter Martine Antonie, better known as Tonny Grolle. After completing his studies, he traveled extensively through Italy and France, journeys that further influenced his artistic development. He was also a member of the artists’ society Arti et Amicitiae in Amsterdam. During an exhibition organized by this association, he received the Willink van Collen Prize for his drawing River Landscape, an important encouragement award for young artists.
In 1940, Röling was appointed professor at the Amsterdam Academy as the successor to Jurres, where he headed the drawing department. He played a significant role in shaping a new generation of artists and taught, among others, Karel Appel, Corneille, Constant, Peter Vos, Ad Dekkers, Hubertine Heijermans, and his daughter Marte Röling.
Dimensions: 31 x 26 cm
Dimensions including frame: 47 x 41 cm - Über Künstler
Gérard Victor Alphons „Gé“ Röling (1904–1981) war ein bedeutender niederländischer Maler, Grafiker und einflussreicher Kunstpädagoge, dessen Werk tief in der Tradition des Naturalismus und des klassischen Realismus verwurzelt war. Geboren in den Niederlanden, entwickelte Röling einen hoch entwickelten und akribischen Malstil, inspiriert von den Techniken der Alten Meister des 15. und 16. Jahrhunderts sowie von modernen Realisten wie Raoul Hynckes. Seine Gemälde sind berühmt für ihre atmosphärische Präzision, ihre reiche Tontiefe und ihre außergewöhnliche handwerkliche Meisterschaft.
Röling studierte von 1927 bis 1931 an der renommierten Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam, an die er später als Professor zurückkehrte. Von 1939 bis 1969 prägte er die niederländische Kunstausbildung der Nachkriegszeit maßgeblich und unterrichtete Generationen von Künstlern an der Akademie. Zu seinen Schülern zählten prominente Mitglieder der Avantgarde-Bewegung CoBrA, darunter Corneille und Karel Appel, obwohl Röling selbst der figurativen und traditionellen Malerei treu blieb.
Als Perfektionist in Technik und Material erlangte Röling Berühmtheit für die Herstellung seiner eigenen Farben und Öle in Handarbeit. Sorgfältig kreierte er Pigmente nach Methoden, die an die Alten Meister erinnerten. Seine einzigartigen Rezepturen hielt er in einer geheimen, verschlüsselten Sprache fest, deren Schlüssel nur seiner Tochter, der berühmten niederländischen Künstlerin Marte Röling, anvertraut war. Diese beinahe alchemistische Hingabe an die Materialien trug zur bemerkenswerten Leuchtkraft und Beständigkeit seiner Gemälde bei.
Im Laufe seiner Karriere spezialisierte sich Röling auf Porträts, Landschaften und Stillleben und verband technische Meisterschaft mit einer zurückhaltenden emotionalen Intensität. Seine Werke zeugen oft von einer außergewöhnlichen Sensibilität für Textur, Licht und Komposition und schlagen eine Brücke zwischen historischer Handwerkskunst und dem Realismus des 20. Jahrhunderts. Heute erinnert man sich an Gé Röling nicht nur als begabten Maler, sondern auch als einflussreichen Mentor, der in einer von modernistischen Experimenten geprägten Zeit klassische künstlerische Techniken bewahrte und weitergab.
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