Uber den Künstler

Ella Henriëtte (Elly) Tamminga (Amsterdam, 14. Dezember 1896 – Bussum, 17. September 1983) war eine niederländische Malerin und Unternehmerin. Aufgrund des zusätzlichen Nachnamens ihrer Großmutter väterlicherseits wird sie auch als Elly Tamminga van Eysinga oder Elly Eysinga-Tamminga bezeichnet. Jugend und Bildung Elly wuchs in einer wohlhabenden Familie in... Read more

Ella Henriëtte (Elly) Tamminga (Amsterdam, 14. Dezember 1896 – Bussum, 17. September 1983) war eine niederländische Malerin und Unternehmerin. Aufgrund des zusätzlichen Nachnamens ihrer Großmutter väterlicherseits wird sie auch als Elly Tamminga van Eysinga oder Elly Eysinga-Tamminga bezeichnet.

Jugend und Bildung

Elly wuchs in einer wohlhabenden Familie in Amsterdam auf. Ihr Vater, Cornelis Tamminga, war Direktor der Amsterdamer Gütertransportgesellschaft und ihre Mutter, Wilhelmina Catharina Petronella Berendina van Oort, war in der Frauenbewegung und im Schwimmsport aktiv.

Nach dem Abschluss ihres HBS-Diploms und des Unteren Zeichenzertifikats studierte Elly von 1915 bis 1919 an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam. Hier wurde sie unter anderem von Jan Bronner und Antoon Derkinderen unterrichtet. Während ihres Studiums freundete sie sich mit Lou Loeber an und lernte Karel Luberti kennen, einen politisch engagierten Maler und Essayisten, der ihr Lebenspartner werden sollte.

Karriere und Kunst

1919 nahm Elly am Johan-Gosschalk-Preis teil, woraufhin die Akademie eines ihrer Gemälde kaufte. Nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1928 übernahmen Elly und ihre Schwester Willy die Leitung des Familienunternehmens. Trotz ihrer geschäftlichen Verpflichtungen blieb Elly als Künstlerin aktiv. Ihre erste Ausstellung fand 1924 in Welwyn Garden City zusammen mit Loeber, Luberti und dem englischen Maler Claude Flight statt.

Ellys Arbeit war zunächst vom Kubismus beeinflusst, später entwickelte sie jedoch ihren eigenen Stil. Sie war Mitglied des 1927 gegründeten Sozialistischen Künstlerkreises (SKK), dessen Ziel die Förderung sozialistischer Ideen in der Kunst war. Kritiker beurteilten ihre Gemälde allerdings häufig als zu schematisch und dekorativ.

Späteres Leben und Vermächtnis

Nach dem Zweiten Weltkrieg führte Elly ein zurückgezogenes Leben in Bussum, wo Karel Luberti zu ihr zog. Ihre späteren Werke bestanden hauptsächlich aus Landschaften und Porträts, oft inspiriert von ihren Reisen nach Südfrankreich und Italien. Nach ihrem Tod im Jahr 1983 stellte sich heraus, dass sie ein umfangreiches Werk von etwa 1.100 Werken hinterlassen hatte, das sie der Rembrandt Association schenkte.

Elly Tammingas Werke sind heute in Sammlungen wie der des Centraal Museums in Utrecht zu finden.

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