Uber den Künstler

Der Aquarellist Rudolf de Bruyn Ouboter wurde einst von seinem Freund, Zeitgenossen und Malerkollegen Kees Verwey als „Prinz der Aquarellisten“ bezeichnet. Eine Aussage, die für sich spricht. De Bruyn Ouboter wurde am 7. Juli 1894 in Hulst geboren. Später zieht er nach Den Haag, wo er bei Bernard Schregel in die Lehre geht. Er besucht auch die Zeichenschule Bik en... Read more

Der Aquarellist Rudolf de Bruyn Ouboter wurde einst von seinem Freund, Zeitgenossen und Malerkollegen Kees Verwey als „Prinz der Aquarellisten“ bezeichnet. Eine Aussage, die für sich spricht.

De Bruyn Ouboter wurde am 7. Juli 1894 in Hulst geboren. Später zieht er nach Den Haag, wo er bei Bernard Schregel in die Lehre geht. Er besucht auch die Zeichenschule Bik en Vaandrager. Seine Abende verbringt er damit, Figuren im Pulchri Studio zu zeichnen. 1922 ging er nach München, wo er Schüler des Malers Walther Thor wurde. Zwei Jahre später heiratete er Margot Mazel und im selben Jahr reiste das junge Paar nach Paris. Dort wohnen sie ein Jahr lang in der Rue Gay Lussac, von wo aus de Bruyn Ouboter die Pariser Akademie La Grande Choumière besucht. Nach Paris folgt ein weiteres Jahr im Ausland: Italien Rudolf und Margot ziehen in die alte Villa eines befreundeten Malers, in der Nähe von Florenz. Doch De Bruyn Ouboter mag das helle Südlicht nicht. Die graue, niederländische Atmosphäre gefiel ihm mehr und innerhalb eines Jahres kehrte er endgültig in die Niederlande zurück. Zurück in Den Haag nimmt er für weitere drei Jahre Unterricht an der Haager Akademie.

Um 1931 machte De Bruyn Ouboter eine wichtige Entdeckung: Er fertigte eine Komposition aus einem kleinen Orangenbaum und einem Zinnteller an. Er verwendet ... Aquarellfarbe. Das Ergebnis ist so überzeugend, dass eine Rückkehr zur Ölfarbe von diesem Moment an nicht mehr möglich ist.

De Bruyn Ouboter verbrachte den Rest seines Lebens damit, Aquarelle zu malen. Charakteristisch für sein Werk ist die transparente Leichtigkeit, mit der er seine Motive malte. Dabei handelte es sich meist um Angelegenheiten, die ihm im wörtlichen und übertragenen Sinne am Herzen lagen. Gegenstände im und um das Haus wie Blumen, Glaswaren, die Puppen seiner Mutter und die antike Kommode. Aber auch Dinge, die ihm sein Sohn und seine Freunde vom nahegelegenen Strand oder manchmal von weit entfernten Reisen mitgebracht haben. Zu seinem Oeuvre gehören auch mehrere Porträts seiner Frau, seiner Kinder und einiger enger Freunde. Licht spielt in all seinen Gemälden eine große Rolle. Die Aquarelle erwecken oft den Eindruck, als wären sie so leichtfertig entstanden, wie das unbeschwerte und ungekünstelte Ergebnis vermuten lässt. Das Gegenteil ist wahr; De Bruyn Ouboter hat seine Aquarelle stets mit größtem Aufwand geschaffen. Auch er stellte das Ergebnis immer wieder in Frage. Manchmal sagte er: „Warum ich damit angefangen habe, ist mir immer noch ein Rätsel, aber ich musste es einfach tun.“

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