Popke Bakker, voorontwerp voor de sculptuur op begraafplaats Zorgvlied, 7 mei 1945 by Nel Klaassen
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Popke Bakker, voorontwerp voor de sculptuur op begraafplaats Zorgvlied, 7 mei 1945 1925 - 1980

Nel Klaassen

Gips
75 cm
€ 1.000 - 5.000

Kunsthandel Pygmalion

  • Über Kunstwerk
    Nel Klaassen (Arnhem 1906-1989 Heemstede)
    75 cm hoog
    Gips
    Provenance: Erven Bouhuys-Klaassen
  • Über Künstler

    Petronella Hélène (Nel) Klaassen, später auch bekannt als Nel Bouhuys-Klaassen, war eine vielseitige niederländische Künstlerin, die sich nicht auf eine einzige Disziplin festlegen ließ. Sie arbeitete als Bildhauerin, (Wand-)Malerin, Zeichnerin und Mosaikkünstlerin und war für ihren forschenden Geist und ihre Experimentierfreude bekannt.

    Ihre künstlerische Ausbildung begann sie bei dem Arnheimer Künstler Gijs Jacobs van den Hof, der ihr 1928 ein weiterführendes Studium bei Jan Bronner an der Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam empfahl. Dort entwickelte sie ein solides technisches Fundament und einen unverwechselbaren Stil, der sowohl von klassischen Traditionen als auch von modernen Strömungen beeinflusst war. 1932 schloss sie ihr Studium ab und gewann im selben Jahr den renommierten Prix de Rome für monumentale und ornamentale Skulptur – eine außergewöhnliche Leistung für eine Künstlerin zu dieser Zeit.

    Klaassen wurde Mitglied in Künstlervereinigungen wie St. Lucas und dem Niederländischen Bildhauerkreis. Schon früh erhielt sie Aufträge für monumentale Werke im öffentlichen Raum und in architektonischen Kontexten. Zusammen mit anderen Künstlern arbeitete sie an der Innenausstattung der Passagierschiffe SS Nieuw Amsterdam (1937) und Rotterdam (1959) der Holland-America Line sowie für die Royal Rotterdam Lloyd's Willem Ruys (1938). Ihre Skulpturen fanden auch Eingang in Gebäude wie die Bankgebäude der Nederlandse Handel-Maatschappij (Niederländische Handelsgesellschaft) in Amsterdam und Rotterdam (1950), die Amsterdamse Bank in Rotterdam (1950) und das Kaufhaus De Bijenkorf in Den Haag.

    Sie arbeitete regelmäßig mit ihrem Ehemann, dem Maler Jaap Bouhuys (1902–1983), zusammen. Gemeinsam schufen sie unter anderem eine Reihe von Buntglasfenstern, die 1951 von den niederländischen Gemeinden für die Erweiterung des NVG-Gebäudes in der Paleisstraat in Den Haag gestiftet wurden. Der Kubismus von Georges Braque und Pablo Picasso – mit denen Bouhuys kurzzeitig zusammenarbeitete – prägte das Werk beider Künstler, sichtbar im Rhythmus der Formen und der teils geometrischen Fragmentierung der Volumen.

    Obwohl Klaassen sich mit unterschiedlichen Themen und Techniken auseinandersetzte, wurde ein Motiv zum Sinnbild ihres Werks: die Nymphe Daphne. Fasziniert von dieser mythologischen Figur auf der Flucht vor ihrem Verfolger schuf Klaassen zahlreiche Versionen Daphnes – ausdrucksstark, lebendig und in Richtung einer figurativen Form des Kubismus tendierend. Diese Bilder fangen Stärke und Verletzlichkeit zugleich ein und zeigen eine Bildsprache, die robust und dennoch offen für Poesie ist.

    Nel Klaassen hinterließ ein reiches und vielfältiges Werk, das in Museen, Privatsammlungen und öffentlichen Räumen in den Niederlanden zu finden ist. Ihr Werk überdauert die Zeit durch die Kombination von Handwerkskunst, Fantasie und dem Mut, unkonventionell zu arbeiten. Damit verlieh sie der niederländischen Kunst des 20. Jahrhunderts eine einzigartige, persönliche Stimme.

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