Portrait of a man and woman 1640 - 1650
Vincent Laurensz van der Vinne
Platte
35 ⨯ 28 ⨯ 4 cm
ConditionExcellent
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Art Gallery Voûte
- Über KunstwerkVincent Laurensz. van der Vinne (Haarlem, October 11, 1628 – July 25, 1702) was a Northern Dutch painter and draftsman and a pupil of Frans Hals.
Vincent was the son of Laurens Gilles van der Vinne and Mayke Vincents Verfalje. He was married twice: first on December 24, 1656, to Anneke Jansdr. de Gaver, with whom he had three children, and on September 9, 1668, to Cathalijntje Boekaart. He was the father of Jan Vincentsz van der Vinne, Isaac van der Vinne, and Laurens van der Vinne.
Van der Vinne was trained by Frans Hals in 1647 and by Bernard Kemp. In 1649, he became a member of the Guild of Saint Luke in Haarlem. From 1652, he traveled through Germany, Switzerland, and France, returning to Haarlem on September 1, 1655. During the summer of 1680, he visited various cities in Holland and Utrecht.
Van der Vinne was known for his landscapes, still lifes, cityscapes, genre scenes, portraits, and architectural representations. He designed allegorical scenes for tapestries and ceiling decorations. Berkheyde referred to him as the "Raphael of signboards," suggesting that he also decorated signboards.
Van der Vinne trained his son Laurens Vincentsz. as an artist. Pieter van Eijse was inspired by him. - Über Künstler
Vincent Laurensz. van der Vinne (geboren am 11. Oktober 1628 in Haarlem – gestorben am 25. Juli 1702) war ein vielseitiger Künstler, Kunsttheoretiker und Reisender, der Teil der blühenden Haarlemer Kunstwelt des Goldenen Zeitalters war. Obwohl weniger bekannt als Zeitgenossen wie Frans Hals oder Jacob van Ruisdael, leistete Van der Vinne einen wichtigen Beitrag zur Malerei, Kunstpraxis und Dokumentation seiner Zeit.
Vincent wurde in eine Familie von Leinenwebern hineingeboren und erhielt seine Ausbildung in der berühmten Haarlemer Lukasgilde, wo er Schüler von Frans Hals war, einem der größten Porträtmaler des 17. Jahrhunderts. Doch Van der Vinne wählte einen anderen Weg als sein Meister. Er spezialisierte sich auf Stillleben, Blumenarrangements, allegorische Kompositionen und Genreszenen mit einem scharfen Auge für Details und Symbolik.
Seine Arbeit zeichnete sich durch Realismus und Subtilität aus, oft mit religiösen oder moralisierenden Untertönen. In seinen Blumenarrangements etwa sind neben Pracht und Großartigkeit auch Zeichen des Verfalls zu erkennen – ein Hinweis auf die Vergänglichkeit des Lebens (Vanitas). Diese Doppelschichtigkeit macht seine Arbeit noch immer faszinierend.
Zwischen 1652 und 1655 unternahm Van der Vinne zusammen mit einer Gruppe anderer Künstler eine gewagte Reise durch Deutschland, die Schweiz und Italien. Diese sogenannte „Grand Tour“ sollte Erfahrungen und Inspiration sammeln, war jedoch nicht ungefährlich. In der Schweiz wurde er wegen seines protestantischen Glaubens sogar inhaftiert – ein erschütterndes Erlebnis, das er in seinen Reiseberichten ausführlich beschrieb.
Diese Berichte, die heute im Nordhollandarchiv aufbewahrt werden, sind für Kunsthistoriker von großer Bedeutung. Sie bilden ein seltenes und lebendiges Zeitdokument der Reisen, des Lebens und der Gedanken eines Künstlers des 17. Jahrhunderts. Seine Tagebücher offenbaren nicht nur seine Beobachtungsgabe, sondern auch seine scharfe Feder und seinen kritischen Verstand.
Van der Vinnes Beitrag geht über seine Gemälde hinaus. Er war auch ein Kunsthistoriker der Avant-la-Letter-Bewegung, der akribische Notizen über das künstlerische Leben Haarlems machte. Seine Notizen zu Künstlern seiner Zeit, einschließlich biografischer Details, Techniken und Meinungen, bilden eine wichtige Quelle für spätere Historiker wie Arnold Houbraken, der Van der Vinne als Quelle in seinem Groote Schouburgh (1718–1721) verwendete.
Vincent Laurensz. Van der Vinne blieb bis ins hohe Alter als Künstler in Haarlem aktiv und hatte dort eine angesehene Stellung innerhalb der Gilde inne. Er hatte mehrere Kinder, die ebenfalls Künstler wurden, darunter sein Sohn Laurens van der Vinne, der seine Blumenmalerei fortsetzte.
Obwohl sein Name nicht zu den größten des Goldenen Zeitalters zählt, wächst die Wertschätzung für sein Werk und seine Schriften. Seine Tagebücher, Stillleben und moralisch aufgeladenen Szenen bieten einen einzigartigen Einblick in das Leben eines Malers, der die Kunst nicht nur praktizierte, sondern sie auch tief verstand und dokumentierte.
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