On top of the game by Bram Reijnders
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On top of the game 2022

Bram Reijnders

Gemischte MedienEpoxyPlastik
120 ⨯ 120 cm
Preis auf Anfrage

Okker Art Gallery

  • Über Kunstwerk
    On top of the game - Bram Reijnders

    Collage, mixed media with epoxy
    120 cm x 120 cm
    2022
  • Über Künstler

    Charley Toorop war kein Künstler, den man so leicht übersehen konnte. Ihre Bilder schreien nicht nach Aufmerksamkeit, sondern fesseln den Blick. Sie war eine Frau, die in einer Welt voller männlicher Maler ihren eigenen Weg ging, mit dem Pinsel als Waffe und einem unnachgiebigen Geist als Kompass.

    Charley wurde am 24. März 1891 als Annie Caroline Pontifex Toorop in Katwijk aan Zee geboren und war die Tochter des berühmten symbolistischen Künstlers Jan Toorop. Schon in jungen Jahren tauchte sie in die Welt der Kunst ein, wählte jedoch ausdrücklich ihren eigenen Weg. Während ihr Vater sich in Mystik und Ornamentik bewegte, suchte Charley die Wahrheit des Sichtbaren – roh, direkt und ohne Beschönigung.

    In den 1920er und 1930er Jahren entwickelte sie ihren charakteristischen Stil: realistisch, farbenfroh, mit harten Konturen und einem intensiven, manchmal gnadenlosen Blick auf ihre Motive. Sie malte hauptsächlich Porträts, Arbeiter, Bauern und sich selbst – immer mit einem tiefen psychologischen Bewusstsein. Ihre Arbeit ist kraftvoll, fast körperlich und spiegelt ihre Überzeugung wider, dass die Kunst im Mittelpunkt des Lebens stehen sollte.

    Charley Toorop war mehr als nur eine Malerin – sie war eine tragende Säule des niederländischen Künstlerlebens. Ihr Zuhause in Bergen (N-H) wurde zu einem Treffpunkt für innovative Künstler wie Piet Mondriaan, Gerrit Rietveld und die junge Generation der Bergen School. Sie ermutigte und verband, verlor dabei jedoch nie ihre Autonomie.

    Als alleinerziehende Mutter zog sie drei Kinder groß, darunter Edgar Fernhout, der selbst Künstler wurde. Ihre Beziehung zur Mutterschaft, zur Kunst und zum Frausein ist weiterhin Gegenstand von Forschung und Bewunderung. In einer Zeit, in der Frauen in der Kunstwelt vor allem als Musen galten, war Charley entschieden eine Schöpferin – und Herrin ihres eigenen Bildes.

    In ihren späteren Jahren arbeitete sie unermüdlich weiter, oft trotz körperlicher Beschwerden. Ihre Gemälde aus dieser Zeit, wie etwa ihre eindringlichen Selbstporträts, zeugen von einer seltenen Selbsterkenntnis und Stärke. Sie starb 1955 in Bergen, doch ihr Erbe lebt weiter – nicht nur in Museen wie dem Kröller-Müller Museum oder dem Museum MORE, sondern auch in der Art und Weise, wie Künstlerinnen heute ihren Platz beanspruchen.

    Charley Toorop malte das Leben, wie sie es sah: konfrontativ, ehrlich und voller existenzieller Tiefe. Sie war keine Stylistin, sondern eine Wahrheitssucherin – und ihre Arbeit regt noch immer zum Nachdenken an.

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