Very large Roaring Twenties poster 1925
Obrad Nicolitch
Papier
204 ⨯ 73 cm
€ 2.150
Inter-Antiquariaat Mefferdt & De Jonge
- Über KunstwerkLARGE THEATRE POSTER - ROARING TWENTIES "Nina-Vrés" colour lithograph designed by Obrad Nicolitch (1898-1976) and published around 1925 by Imprimerie Centrale in Marseille. Size. 197 x 65. (Mounted on linen: 204 x 73 cm.) In the 1920s, Marseille, as France's second-largest city and a bustling Mediterranean port, experienced a vibrant cultural transformation during the "Années folles" (Crazy Years). In this era, marked by economic growth and artistic innovation, Marseille was a major national centre for popular entertainment. It possessed France’s oldest music hall, L’Alcazar, founded in 1852, which was reputed to have the toughest audience in France. Other music halls such as Le Palais de Cristal, which closed in 1930 and one of whose last stars was Josephine Baker, Le Grand Casino, L’El Dorado, Le Châtelet and Les Variétés, in addition to Le Gymnase, which supplemented its diet of legitimate theatre with music hall and cinema. These music halls were surrounded by night clubs: Le Domino, Le ‘British,’ Le Régina, Chez Suzy, Le Thérèse-Bar, Le Tabaris, and by cabarets such as Ouistiti, Le Chansonia, Le Chat Rieur and La Pie qui chante. In all cases, from the largest music hall to the smallest night club or cabaret, popular entertainment in Marseille relied on a mixture of indigenous and imported, Parisian, entertainment. It must have been one of these nightclubs where starlet Nina-Vrés had her finest hours. Price: Euro 2.150,-
- Über Künstler
Obrad Nicolitch (1898–1976) war ein französischer Plakatkünstler und Grafikdesigner, der vor allem für seine markanten Art-déco-Plakate aus der Zwischenkriegszeit bekannt ist. In einer Zeit, in der sich Grafikdesign rasant zu einer modernen Bildsprache entwickelte, schuf Nicolitch einen unverwechselbaren Stil, der Eleganz, Klarheit und starke visuelle Wirkung vereinte.
Seine Plakate entstanden hauptsächlich für Theater, Cabarets und kommerzielle Produkte und spiegelten das pulsierende Kulturleben von Paris zwischen den beiden Weltkriegen wider. Durch kühne Kompositionen und sorgfältig strukturierte Layouts gelang es Nicolitch, die Energie der modernen Stadt einzufangen und in eindrucksvolle visuelle Werbung zu übersetzen.
Stilistisch zeichnet sich sein Werk durch kraftvolle geometrische Formen, vereinfachte Figuren und eine starke Dynamik aus. Beeinflusst von der Art-déco-Bewegung und der Bildsprache des Konstruktivismus, verwendete Nicolitch häufig scharfe Winkel, stilisierte Typografie und kontrastierende Farbblöcke, um Plakate zu schaffen, die modern und auch aus der Ferne gut lesbar waren.
Wie viele Grafiker seiner Generation prägte Nicolitch das goldene Zeitalter des europäischen Plakatdesigns. Seine Werke vereinten künstlerisches Experimentieren mit kommerzieller Wirkung und wurden so nicht nur zu erfolgreichen Werbemitteln, sondern auch zu bleibenden Beispielen der Grafik des frühen 20. Jahrhunderts.
Heute werden die Plakate von Obrad Nicolitch von Sammlern und Designhistorikern für ihre kühne Bildsprache und ihre Verkörperung des Optimismus und der Dynamik der Art-déco-Ära der Zwischenkriegszeit geschätzt.
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