Uber den Künstler
Gijsbert George Martens, geboren am 8. November 1894 in Groningen, war ein führender niederländischer expressionistischer Maler, Aquarellist, Zeichner und Radierer. Er starb am 17. April 1979 in seiner Heimatstadt. Seinen ersten Malunterricht erhielt Martens von seinem Vater, Gijsbert Martens, einem Amateur-Marinemaler. Er studierte an der Minerva Academy in Groningen, wo er mit Künstlern wie Johan Dijkstra und Jan Wiegers Freundschaft schloss. Gemeinsam mit ihnen gründete er 1918 den Groninger Kunstkreis De Ploeg.
Martens begann seine Karriere mit der Porträtmalerei, oft im Auftrag. Er malte auch regelmäßig „en plein air“ und hielt das Stadtleben in Groningen fest. Er liebte das geschäftige Treiben der Stadt und die Dynamik des Verkehrs. Martens selbst führte ein bewegtes Leben; Er fuhr eine Harley Davidson und war von Bewegung fasziniert. Bei De Ploeg war er der Einzige, der schnelle Sportarten malte, wie etwa Motorradrennen bei der TT in Assen, Skater und Sulkys mit Trabern.
Seine Arbeitsweise war energisch und ausdrucksstark. Martens suchte eifrig und skizzenhaft nach Formen, seine ausdrucksstarke Handschrift war von seiner Sensibilität geprägt. Neben Zeichenfeder und weicher Kreide gab er mit dem Pinsel schnelle Eindrücke von dem, was er sah, und er fertigte Skizzen mit Farbe an. In den 1920er Jahren verwendete er kurzzeitig Wachsfarbe, ab 1928 arbeitete er jedoch ausschließlich mit Ölfarbe. Wie andere Expressionisten fertigte Martens Holzschnitte an. Bei De Ploeg wurde er hauptsächlich von Jan Wiegers und über ihn von Kirchner beeinflusst, der wie Martens ebenfalls Stadtansichten malte. Doch während Wiegers die raue Seite des Stadtlebens zeigte, bevorzugte Martens fröhliche Straßenszenen mit bunt gekleideten, plaudernden Frauen, die im Regen flanieren oder auf dem Vismarkt ihre Einkäufe erledigen.
1922 heiratete Martens Alida Pott, eine Künstlerkollegin und Mitglied von De Ploeg. Nach ihrem Tod im Jahr 1931 verlor er seinen künstlerischen Elan und tauschte den lebhaften Expressionismus gegen einen ruhigeren Impressionismus ein, ein Trend, der nach 1929 auch in der Arbeit anderer Mitglieder von De Ploeg sichtbar wurde. Statt des Stadtlebens konzentrierte er sich mehr auf die Porträtmalerei. Auch das Meer blieb eine Quelle der Inspiration.
Martens blieb De Ploeg zeitlebens verbunden und nahm vor und nach dem Zweiten Weltkrieg an zahlreichen Ausstellungen teil. 1963 war er Vorsitzender von De Ploeg. 1976 unternahm er eine Studienreise nach Nord- und Südamerika.
Die Arbeit von George Martens ist geprägt von seiner Liebe zum Stadtleben und seiner Fähigkeit, Bewegung und Dynamik einzufangen. Sein ausdrucksstarker Stil und seine vielfältigen Themen machen ihn zu einer einzigartigen Figur in der niederländischen Kunstgeschichte.















































