Uber den Künstler

Samuel Leser Schwarz, besser bekannt als Mommie Schwarz (28. Juli 1876 – 19. November 1942), war ein niederländisch-jüdischer Maler, Grafiker und Buchumschlaggestalter. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Bergen-Schule, einer Künstlergruppe, die expressionistische und kubistische Einflüsse in einem düsteren, kraftvollen Farbgebrauch vereinte. Zusammen... Read more

Samuel Leser Schwarz, besser bekannt als Mommie Schwarz (28. Juli 1876 – 19. November 1942), war ein niederländisch-jüdischer Maler, Grafiker und Buchumschlaggestalter. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Bergen-Schule, einer Künstlergruppe, die expressionistische und kubistische Einflüsse in einem düsteren, kraftvollen Farbgebrauch vereinte. Zusammen mit seiner Frau, der Künstlerin Else Berg, bildete er ein renommiertes Künstlerduo. Beide wurden 1942 in Auschwitz ermordet.

Schwarz war das zehnte von elf Kindern von Leser Schwarz und Julie Winter. 1897 zog er mit seinem Bruder Julius nach New York City, wo er einige Jahre lebte. 1902 kehrte er nach Europa zurück und schrieb sich an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Antwerpen für Abendkurse ein. 1903 ging er erneut nach New York. Um 1908 oder 1909 kehrte er endgültig nach Europa zurück. In Berlin besuchte er seine Cousins ​​und Cousinen, darunter Else Berg, mit der er später nach Paris reiste. Um 1909/1910 ließen sie sich in den Niederlanden nieder.

1915 zogen Schwarz und Berg nach Schoorl, wo sie mit Künstlern der Bergen-Schule, darunter Leo Gestel, in Kontakt kamen. Später pflegten sie auch Kontakte zu Künstlern wie Charley Toorop. 1920 heiratete das Paar und zog nach Amsterdam. Ab 1927 lebten sie in Sarphatipark. Das Paar unternahm ausgedehnte Reisen und besuchte unter anderem Mallorca, das ehemalige Jugoslawien, die Türkei und Spanien.

Schwarz’ Werk umfasst Hafenszenen, Landschaften, Porträts und Stillleben in einem Stil, der sich durch dunkle Töne, kräftige Konturen und eine gewisse Monumentalität auszeichnet. Der Einfluss des Kubismus und Expressionismus ist deutlich erkennbar, ganz im Geiste der Bergen-Schule. Eines seiner letzten bekannten Werke ist „Ansicht des Sarphatiparks“ (um 1942), ein Gemälde, das seine unmittelbare Umgebung in Amsterdam zeigt. Neben seiner Malerei arbeitete er als Illustrator und entwarf Buchumschläge und Plakate, unter anderem für die niederländische Kunstzeitschrift Wendingen.

Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg weigerten sich Schwarz und Berg, unterzutauchen oder den Davidstern zu tragen. Am 12. November 1942 wurden sie verhaftet und über das Durchgangslager Westerbork nach Auschwitz deportiert, wo sie am 19. November 1942 unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet wurden. Sein Leben und Werk sind ein eindringlicher Teil sowohl der niederländischen Kunstgeschichte als auch der Geschichte des Holocaust.

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