Loveck, Cambodia  by Francois Valentijn
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Loveck, Kambodscha 1724 - 1726

Francois Valentijn

€ 350

Inter-Antiquariaat Mefferdt & De Jonge

  • Über Kunstwerk
    VOC TRADING POST IN CAMBODIA “Eauweck, Hoofdstad van Cambodia” [Eauweck, Capital of Cambodia], copper engraving from François Valentijn's “Oud en Nieuw Oost-Indien”, made by Jan van Braam after a drawing by Johannes Vingboons and published in Dordrecht by Gerard onder de Linden in 1724-1726. Coloured by a later hand. Size: 35 x 28 cm. The city of Lauweck (also Loveck, Lawec or Khum Peam Lvek) in Cambodia is located on the Mekong River, near Phnom Penh and Oudong (or Udong), the old capital. As early as 1609, the VOC occasionally sailed from Patani to Cambodia to buy, among other things, deer and rye skins that were in great demand in Japan. Even after the Dutch East India Company founded a factory [trading post] in 1620, trade was nevertheless disappointing and it was closed again two years later. After that, a post was opened three more times in Lauweck. In 1667 the VOC left Cambodia permanently. In addition to deer and rye skins, the VOC in Cambodia mainly bought food for Batavia, such as rice, butter, salted pork and lard. Also Benzoin resin, lacquer, ivory and gold were also obtained. In return, mainly cotton fabrics were supplied. Lauweck was not a busy trading place. Most of the population lived on agriculture. Because there was little money in circulation, most of the trade was barter. Price: Euro 350,-
  • Über Künstler

    François Valentijn (Dordrecht, 17. April 1666 – Den Haag, 6. August 1727) war ein niederländischer Geistlicher, Historiker und Chronist von herausragender Bedeutung für die Asienforschung des frühen 18. Jahrhunderts. Er wurde zweimal im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC) nach Ostindien entsandt – eine Erfahrung, die die Grundlage für sein monumentales Lebenswerk „Oud en Nieuw Oost-Indiën“ (Alt- und Neuostindien) bildete.

    Nach seiner Rückkehr in die Niederlande widmete sich Valentijn der Zusammenstellung dieses umfangreichen und einzigartigen Werkes, das in Umfang und Detailreichtum bis heute unerreicht ist. Zu einer Zeit, als die VOC ihre Informationen streng geheim hielt, gelang es ihm, durch die Nutzung aller ihm zugänglichen mündlichen und schriftlichen Quellen ein immenses Wissen zusammenzutragen. Seine Stärke lag nicht nur in seiner Neugier und Beharrlichkeit, sondern auch in seinem Talent als Erzähler: Valentijn schrieb lebendig, präzise und mit einer bemerkenswert weiten Perspektive.

    In „Oud en Nieuw Oost-Indiën“ (Alt- und Neuostindien) verherrlichte er ausdrücklich die niederländische Macht und das niederländische Kolonialreich in Asien. Valentijn war ein überzeugter Nationalist und sah es als seine oberste Pflicht an, die niederländische Macht im Osten zu beschreiben und damit zu beweisen, dass die Republik die Stärke ihrer batavischen Vorfahren nicht verloren hatte. Im Vorwort zu seinem Werk betonte er seinen Wunsch, den Fortschritt und den Ruhm der Niederlande im Laufe der Jahrhunderte sichtbar zu machen.

    Diese Haltung brachte ihm den Ruf eines etwas selbstverliebten und eitlen Historikers ein. Doch diese Kritik schmälert kaum den bleibenden Wert seines Werkes. Gerade durch seine detaillierten Beschreibungen wird die Interaktion zwischen Europäern und Asiaten eindrücklich sichtbar: Nicht nur koloniale Machtverhältnisse, sondern auch kulturelle Begegnungen, Missverständnisse und gegenseitige Einflüsse finden in seiner Darstellung ihren Platz.

    François Valentijn bleibt somit eine vielschichtige Persönlichkeit: Nationalist und Chronist, Prediger und Historiker zugleich, eitler Schriftsteller und unentbehrliche Quelle. Sein Werk ist nach wie vor ein Schlüsseltext zum Verständnis der niederländischen Präsenz in Asien und der Weltgeschichte der frühen Neuzeit.

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