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Johann Baptist Homann (1664–1724) war ein bedeutender deutscher Kartograf, Kupferstecher und Verleger des frühen 18. Jahrhunderts und gilt weithin als einer der einflussreichsten Kartenmacher seiner Zeit. Geboren in Oberkammlach in Bayern, besuchte er zunächst eine Jesuitenschule, bevor er zum Protestantismus konvertierte – eine Entscheidung, die seinen persönlichen und... Read more

Johann Baptist Homann (1664–1724) war ein bedeutender deutscher Kartograf, Kupferstecher und Verleger des frühen 18. Jahrhunderts und gilt weithin als einer der einflussreichsten Kartenmacher seiner Zeit. Geboren in Oberkammlach in Bayern, besuchte er zunächst eine Jesuitenschule, bevor er zum Protestantismus konvertierte – eine Entscheidung, die seinen persönlichen und beruflichen Werdegang prägen sollte.Johann Baptist Homann (1664–1724) war ein bedeutender deutscher Kartograf, Kupferstecher und Verleger des frühen 18. Jahrhunderts und gilt weithin als einer der einflussreichsten Kartenmacher seiner Zeit. Geboren in Oberkammlach in Bayern, besuchte er zunächst eine Jesuitenschule, bevor er zum Protestantismus konvertierte – eine Entscheidung, die seinen persönlichen und beruflichen Werdegang prägen sollte.

Homann begann seine Laufbahn 1687 als Notar in Nürnberg, wandte sich aber bald der Kupferstecherei und Kartografie zu, angetrieben von seinem wachsenden Interesse an Geografie und der visuellen Darstellung von Wissen. Nach einer prägenden Zeit in Wien zwischen 1693 und 1695 kehrte er nach Nürnberg zurück, wo er 1702 seinen eigenen Verlag gründete. Dies markierte den Beginn einer äußerst produktiven und einflussreichen Karriere.

Seine Karten erlangten schnell Anerkennung für ihre Präzision, Klarheit und ihren dekorativen Reichtum, der wissenschaftliche Strenge mit aufwendiger barocker Ornamentik verband. Homanns Ruf führte 1715 zu seiner Ernennung zum kaiserlichen Geographen durch Kaiser Karl VI., und später wurde er in die Preußische Akademie der Wissenschaften in Berlin gewählt – eine Anerkennung seines Beitrags zur Förderung der Geographie.
1716 veröffentlichte Homann sein berühmtestes Werk, den „Großen Atlas über die ganze Welt“, eine umfassende und ambitionierte Kartensammlung, die sein Vermächtnis festigte. Viele dieser Werke entstanden in Zusammenarbeit mit dem Kupferstecher Christoph Weigel dem Älteren. Mit seinem Verlag und seinen kartographischen Arbeiten trug Homann maßgeblich dazu bei, Nürnberg zu einem bedeutenden Zentrum der Kartenproduktion in Europa zu entwickeln.

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