Boom by Carel Visser
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Boom by Carel Visser

Boom 1990 - 1999

Carel Visser

Dessin
84 ⨯ 112 ⨯ 1 cm
ConditionExcellent
€ 7.500

The Millen House

  • Über Kunstwerk
    Carel Visser (1928–2015) is considered one of the most influential Dutch sculptors of the post-war period. While celebrated for his monumental sculptures, drawing remained a fundamental part of his artistic practice, serving as an independent medium through which he investigated form, balance and spatial relationships.
    Executed in 1993, Boom (Tree) belongs to Visser's mature body of drawings, in which natural forms are distilled into a powerful visual language of reduction and abstraction. Two monumental oval forms, connected by a single vertical axis, evoke the silhouette of a tree while simultaneously functioning as an exploration of mass, rhythm and equilibrium. Built from countless layers of graphite, the densely worked surface reveals the artist's deliberate, repetitive process, giving the drawing a remarkable tactile depth.
    Rather than describing nature literally, Visser transforms the tree into an elemental structure. The composition reflects the same architectural clarity and material sensitivity that characterize his sculptures, reducing a familiar subject to its essential form.
    Created during an important period in the artist's late oeuvre, Boom demonstrates Visser's ability to translate sculptural thinking into drawing, where volume, weight and balance emerge through line, tone and repetition rather than physical material.
  • Über Künstler
    Carel Vissers Oeuvre erstreckt sich über ein ganzes Leben: die frühen Jahre mit hauptsächlich Studien in einer mehr oder weniger figurativen Bildsprache, die fünfziger und sechziger Jahre mit hauptsächlich eisernen Abstraktionen geometrischer Formen, Stapel von Platten und Balken, Studien über Neigungen und Reflexionen und experimentelle Wandskulpturen in Aluminium. Die siebziger und achtziger Jahre zeichnen sich durch eine völlig freie Bildsprache und einen besonders vielfältigen Materialeinsatz aus, bei dem Visser kein Material scheute. Er blieb bis zu seinem fortgeschrittenen Alter aktiv und kreativ, handelte aber zunehmend mit dem Schweren Eisen für die gleichermaßen ausdrucksstarke und räumliche Collage im hellen Karton. Als Sohn eines Bauingenieurs war Carel Visser schon früh mit architektonischen Materialien und Techniken vertraut. Anfangs studierte er Architektur an der Technischen Universität Delft, aber diese Studie faszinierte ihn nicht dauerhaft. Er verließ auch die Royal Academy in Den Haag vorzeitig, um Zeichenlehrer zu werden. Mit seinem jüngeren Bruder Geertjan unternahm er bereits mehrere Reisen nach Frankreich, Spanien und Italien. Diese Reisen hatten einen großen Einfluss auf sein sich entwickelndes Interesse von Architektur zu Skulptur. Die hochkarätigen und einflussreichen Ausstellungen im Stedelijk Museum unter Sandberg waren für den jungen Fischer wichtig und prägend. Das war sicherlich die Ausstellung 13 Bildhauer aus Paris im Jahr 1948, in der er unter anderem die Arbeiten von Brancusi, Arp, Gonzalez und Giacometti kennenlernte. Ausgehend von Natur und Figuration entwickelte sich Visser langsam aber sicher zu einem Bildhauer, für den Abstraktion und Architektur seine formale Sprache dominieren würden. Er ist einer jener modernen Bildhauer, für die Figuration nicht das offensichtliche Ergebnis der Skulptur ist. In den Niederlanden war seine Arbeit hauptsächlich durch Nouvelles Images in Den Haag und Art & amp; Projekt in Amsterdam; im Ausland hauptsächlich von Konrad Fischer in Düsseldorf und der Galerie Durand-Dessert in Paris.

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